Das GreenBlue-Programm

Das GreenBlue-Programm

Das GreenBlue-Programm wird vom US-Forstdienst sowie von öffentlichen Unternehmen wie McDonald’s, Mars und Staples umfassend unterstützt. Es hat das erklärte Ziel, ein neues Instrument zur Waldnachhaltigkeit namens „Forests in Focus“ zu entwickeln und dieses zu nutzen, um die Nachhaltigkeit und die zertifizierte Versorgung mit Holzprodukten zu verbessern. „Forests in Focus“ ist ein digitales Kartierungstool, das die Initiative zur Zertifizierung von Familienwäldern als nachhaltig und unter angemessener Berücksichtigung des Naturschutzes bewirtschaftet ergänzen wird. Fast 40 % der in den USA produzierten kommerziellen Holzfasern stammen aus Familienwäldern, doch nur etwa 1 % der Ursprungswälder sind hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit zertifiziert.

Bild bereitgestellt von Flickr; verbreitet unter der CC-BY 2.0-Lizenz

Probleme bei der Zertifizierung

Bislang war die Zertifizierung von Waldbesitz in Familienhand weniger eine Frage inakzeptabler Bewirtschaftungspraktiken, sondern vielmehr eine Frage, dass der Zertifizierungsprozess selbst für die Eigentümer solcher Vermögenswerte kaum Vorteile bot, während die Kosten für dessen Erlangung sehr hoch waren. Aus diesem Grund hat sich die American Forest Foundation (AFF) mit dem Forest Service zusammengetan, um das GreenBlue-Programm zu unterstützen und alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, damit die Hindernisse für die Zertifizierung besser verstanden werden können.

Die Gruppe hat bedeutende Fortschritte erzielt: Zunächst wurden Gespräche darüber geführt, wie die Waldzertifizierung ausgeweitet werden kann, und anschließend wurden Möglichkeiten geprüft, wie ein besserer Zugang zur Überwachung und möglicherweise zur Zertifizierung der riesigen Flächen geschaffen werden kann, die derzeit zur Kategorie der nicht zertifizierten Waldflächen gehören. Außerdem hat sie sich mit Nachhaltigkeitsfragen an der Basis dieser Betriebe befasst und Gespräche mit Markeninhabern geführt, die nicht genügend Holz aus zertifizierten Wäldern beschaffen können.

Wie GreenBlue zur Versorgung und Nachhaltigkeit beitragen wird

Die Partnerschaft zwischen großen Unternehmen, der American Forest Foundation, dem U.S. Forest Service und dem Environmental Systems Research Institute (ESRI) trägt Früchte, da die Teilnehmer des gemeinsamen Programms Probleme in der Lieferkette erkannt und ein besseres Verständnis für die Bedeutung familiengeführter Wälder gewonnen haben. In Verbindung mit bestehenden Zertifizierungsinitiativen dürfte die Unterstützung des GreenBlue-Programms dazu beitragen, dass weitaus mehr familiengeführte Waldflächen einbezogen werden und die Zahl der Zertifizierungen deutlich steigt.

Das neue digitale Kartierungstool „Forests in Focus“ wird dazu beitragen, Lücken in der Nachhaltigkeit auf Familienforstbetrieben zu identifizieren, damit diese Eigentümer angesprochen und bei der Zertifizierung unterstützt werden können. Damit soll eine deutlich größere Zahl von Familienbetrieben in den Zertifizierungsprozess eingebunden werden, um Engpässe in der Lieferkette zu beheben und nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden auf den Flächen sicherzustellen, auf denen diese derzeit möglicherweise noch fehlen.

Um dies zu erreichen, muss eine riesige Datenmenge gesammelt, miteinander in Zusammenhang gebracht und analysiert werden, damit fundierte Entscheidungen darüber getroffen werden können, worauf der Fokus gelegt werden soll. Informationen über den Zustand der Wälder, lokale Trends, Arten, Größe, Wachstumsraten, Sterblichkeit und Erntequoten müssen für die Analyse zusammengefasst werden, damit visuelle Darstellungen der Daten erstellt und anschließend von allen Teilnehmern des GreenBlue-Programms optimal genutzt werden können.

Quellen:

 

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