Was ist ein Chief Sustainability Officer (CSO)?

Da Nachhaltigkeit in der Geschäftswelt immer mehr an Bedeutung gewinnt, stellen immer mehr Unternehmen einen Chief Sustainability Officer (CSO) ein, der ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen koordiniert.

Die Aufgaben eines CSO variieren je nach Unternehmen und Branche, doch im Allgemeinen ist ein CSO dafür verantwortlich, Strategien zu entwickeln und umzusetzen, die sicherstellen, dass das Unternehmen auf ökologisch nachhaltige und sozial verantwortliche Weise arbeitet.

In diesem Beitrag von Nature’s Packaging werden die Aufgaben eines CSO beleuchtet, die Gründe für die Einstellung eines solchen Mitarbeiters erläutert und Beispiele aus der Praxis vorgestellt, wie CSOs in Unternehmen der Forstwirtschaft tätig sind.

Aufgaben eines CSO

Zu den Aufgaben eines CSO gehören in der Regel die Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien, die Überwachung der ökologischen und sozialen Leistung des Unternehmens, der Dialog mit Interessengruppen, das Management von Risiken und Chancen im Bereich Nachhaltigkeit sowie die Kommunikation der Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens gegenüber internen und externen Zielgruppen. Ein CSO kann unter anderem für Folgendes verantwortlich sein:

  1. Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien: Der CSO ist dafür verantwortlich, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, die mit der allgemeinen Geschäftsstrategie des Unternehmens im Einklang steht. Dies kann die Festlegung von Nachhaltigkeitszielen, die Ermittlung von Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen sowie die Ausarbeitung von Plänen zur Verringerung der ökologischen und sozialen Auswirkungen des Unternehmens umfassen.
  2. Überwachung der Umwelt- und Sozialleistung: Der CSO ist für die Überwachung der Umwelt- und Sozialleistung des Unternehmens zuständig, einschließlich der Erfassung von Treibhausgasemissionen, des Wasserverbrauchs, des Abfallaufkommens und der Kennzahlen zu den sozialen Auswirkungen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen des Unternehmens, um Daten zu erheben und die Leistung zu analysieren.
  3. Zusammenarbeit mit Interessengruppen: Der CSO ist für die Zusammenarbeit mit Interessengruppen zuständig, darunter Investoren, Kunden, Lieferanten und lokale Gemeinschaften. Dazu können Besprechungen oder Konsultationen gehören, um Rückmeldungen zu den Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens einzuholen, sowie die Zusammenarbeit mit Interessengruppen bei der Entwicklung von Nachhaltigkeitsinitiativen.
  4. Umgang mit nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und Chancen: Der CSO ist dafür verantwortlich, nachhaltigkeitsbezogene Risiken und Chancen zu identifizieren und Strategien zu deren Bewältigung zu entwickeln. Dies kann die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen des Unternehmens bei der Erstellung von Risikomanagementplänen sowie die Durchführung von Nachhaltigkeitsbewertungen bei Lieferanten und Partnern umfassen.
  5. Kommunikation der Nachhaltigkeitsbemühungen: Der CSO ist dafür verantwortlich, die Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens gegenüber internen und externen Zielgruppen zu kommunizieren. Dazu gehören unter anderem die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten, die Präsentation von Nachhaltigkeitsdaten gegenüber Investoren und anderen Interessengruppen sowie die Zusammenarbeit mit den Medien, um die Nachhaltigkeitsinitiativen des Unternehmens bekannt zu machen.

Warum einen Chief Sustainability Officer einstellen?

Unternehmen stellen CSOs aus verschiedenen Gründen ein. Erstens kann ein CSO einem Unternehmen dabei helfen, seine Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern, seine Umweltbelastung zu verringern und sein Ansehen bei Kunden und Investoren zu stärken.

Zweitens kann eine CSO einem Unternehmen dabei helfen, nachhaltigkeitsbezogene Risiken und Chancen zu erkennen und zu bewältigen, was zu Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen führen kann.

Schließlich kann ein CSO einem Unternehmen dabei helfen, bei sich ständig weiterentwickelnden Nachhaltigkeitsvorschriften und -standards immer einen Schritt voraus zu sein, und so sicherstellen, dass das Unternehmen alle einschlägigen Vorschriften einhält.

Beispiele für einen Chief Sustainability Officer

Beispiele für CSO in der Forstwirtschaft aus der Praxis sind unter anderem:

  • Sophie Beckham – Vizepräsidentin und Chief Sustainability Officer bei International Paper: International Paper ist einer der weltweit führenden Hersteller von Verpackungen, Zellstoff und Papier auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Sophie Beckham ist für die Leitung der Nachhaltigkeitsinitiativen von International Paper verantwortlich, darunter die Festlegung von Zielen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, des Wasserverbrauchs und des Abfallaufkommens des Unternehmens.
  • Deborah Dull – Geschäftsführerin und Gründerin des Circular Supply Chain Network: Deborah Dull ist Nachhaltigkeitsberaterin und arbeitet mit Unternehmen der Forstwirtschaft zusammen, um Strategien für kreislauforientierte Lieferketten zu entwickeln, die Abfall reduzieren und die Effizienz steigern. Sie hat mit Unternehmen wie Kimberly-Clark und Procter & Gamble zusammengearbeitet, um innovative Nachhaltigkeitsinitiativen zu entwickeln.
  • Emilio Tenuta – Vizepräsident für Unternehmensnachhaltigkeit bei Ecolab: Ecolab bietet Kunden aus verschiedenen Branchen, darunter auch der Holzindustrie, Technologien und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Hygiene und Energie an. Emilio Tenuta ist für die Leitung der Nachhaltigkeitsbemühungen von Ecolab verantwortlich, einschließlich der Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien, die auf die Geschäftsziele des Unternehmens und die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind.

Die Rolle eines Chief Sustainability Officers gewinnt in der heutigen Geschäftswelt zunehmend an Bedeutung, da Unternehmen bestrebt sind, ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern und ihre Umweltbelastung zu verringern.

© 2026 „Nature's Packaging®“ ist von Woodpack Global (ehemals National Wooden Pallet & Container Association) beim US-amerikanischen Copyright Office bundesweit registriert. Alle Rechte vorbehalten.