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Die Nachfrage nach Holzpellets schafft Arbeitsplätze im Bereich der sauberen Energie

Die Nachfrage nach Holzpellets schafft Arbeitsplätze im Bereich der sauberen Energie

Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Kohle und Öl gilt Holz allgemein als erneuerbarer Brennstoff, da an der Stelle eines gefällten Baumes sofort ein neuer gepflanzt werden kann. Wenn Bäume aus Wäldern geerntet werden, werden die Stämme zur Weiterverarbeitung in Sägewerke gebracht, und die als Biomasse bezeichneten Abfälle – Äste, Stämme und Blätter – werden zur Energiegewinnung genutzt. Eine Möglichkeit, Waldbiomasse in Energie umzuwandeln, ist die Herstellung von Holzpellets. Wie andere recycelbare Holzprodukte haben auch Holzpellets eine klimaneutrale Wirkung auf die Umwelt.

Holzpellets bestehen aus gepresstem Sägemehl, dem die Feuchtigkeit entzogen wurde. Neuere Pelletöfen weisen sehr geringe Partikelemissionen auf und benötigen Strom für den Betrieb. Ihre hohe Dichte und ihr geringer Feuchtigkeitsgehalt sorgen für einen hohen Verbrennungswirkungsgrad, was sie zu einer effektiven und sauberen Energiequelle macht. Laut der U.S. Industrial Pellet Association verwendet die Industrie nicht nur Nebenprodukte aus der Holzverarbeitung, sondern stellt Pellets auch aus minderwertigem Holz her, das Mängel, Krankheiten oder Schädlingsbefall aufweist.

Die Nachfrage nach Pellets steigt

Viele Regierungen betrachten Holzpellets als erneuerbare Energiequelle. Die Nachfrage nach Holzpellets ist insbesondere in der Europäischen Union erheblich gestiegen. Tatsächlich hat Dänemark im Dezember 2016 sein größtes Kraftwerk von Kohle auf den Betrieb mit erneuerbaren Holzpellets umgestellt. Die Regierung ist der Ansicht, dass diese Umstellung dem Land helfen wird, seine Klimaziele zu erreichen.

In den letzten Jahren hat sich Nordamerika zum wichtigsten Lieferanten von Holzpellets für die Europäische Union entwickelt. Ein vom US Forest Service veröffentlichter Bericht legt nahe, dass die Erneuerbare-Energien-Richtlinie die Nachfrage nach Holzpellets in Europa gesteigert hat. Dem Bericht zufolge schreibt die Richtlinie vor, dass „bis 2020 20 Prozent des Energieverbrauchs aller EU-Mitgliedstaaten durch Bioenergie gedeckt werden müssen“. Da die EU-Vorgaben zudem bis 2030 verlängert wurden, könnte dies noch größere Auswirkungen auf den Verbrauch von Holzpellets haben.

Der starke Anstieg der Nachfrage nach Holzpellets in der EU wird größtenteils durch den Südosten der Vereinigten Staaten gedeckt. Laut der U.S. Industrial Pellet Association liegt der Grund dafür, dass Nordamerika Europa mit Pellets beliefert, darin, dass Nordamerika über deutlich mehr Waldflächen verfügt als Europa und unsere Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden. Um diese Nachfrage zu decken, hat das in Maryland ansässige Biomasseunternehmen Enviva in den letzten sechs Jahren 214 Millionen US-Dollar investiert und fünf Holzpelletwerke eröffnet. Laut dem Magazin „Biomass“ sollen im Süden der Vereinigten Staaten mindestens vier weitere, auf den Export ausgerichtete Werke eröffnet werden. Bis Ende 2017 wird die Branche voraussichtlich 160 feste Arbeitsplätze schaffen.

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